Krankenversicherung für Tiere

Kleiner Hund mit Stethoskop

Auf der Suche nach einer passenden Krankenversicherung für seinen Hund oder seine Katze kann man schnell den Überblick verlieren. Welche Versicherung aus dem riesigen Anbieterpool kommt in Frage? Auf welche Feinheiten in den angebotenen Tarifen sollte man achten? Wir haben einige Vorüberlegungen und Tipps zusammengestellt, die eine Entscheidung erleichtern können.

Vorab sollte man wissen, dass sich die Frage nach „der besten“ Versicherung nicht pauschal beantworten lässt. Jeder Hund und jede Katze ist ein Individuum mit eigenen Veranlagungen und daher auch einer individuellen Prognose für etwaige Erkrankungen. Wer sich nicht selbst auf den Weg durch den teilweise undurchsichtigen „Dschungel“ von Anbietern machen möchte, dem sei das Portal „Dogtorance.de“ empfohlen. Das Team von Dogtorance klärt auf und berät individuell und kostenfrei, welche Versicherung in Frage kommen könnte. Berücksichtigt werden dabei u. a. Alter, Rasse und Gesundheitszustand des Tieres. Das alles spart Zeit und Mühe und kann mit dem Abschluss einer individuell passenden Krankenversicherung, die auch über Dogtorance abgeschlossen werden kann, enden. Dogtorance erhält in diesem Fall von der Versicherung eine Vergütung.

Mit der Erhöhung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im November 2022 sind die Tierarztkosten deutlich gestiegen und der eine oder andere wird sich die Frage nach einer geeigneten Krankenversicherung für seinen Vierbeiner stellen. Für alle, die nach einer passenden Versicherung suchen, sei erwähnt: Je früher die Versicherung abgeschlossen wird, desto besser. Hunde ab 8 Jahren werden z. B. in der Regel gar nicht mehr versichert und auch bei Vorerkrankungen jüngerer Hunde kann es schwierig werden.


Grundsätzlich sollte man auf die folgenden Punkte achten:

Hundekrankenversicherung und OP-Versicherung

Eine Hundekrankenversicherung beinhaltet nicht automatisch auch eine OP-Versicherung. Beides ist im Bedarfsfall unabhängig voneinander abzuschließen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sowohl eine Kranken- als auch eine OP-Versicherung abschließen. Manche Versicherungen bieten Zusatzleistungen an, die den jeweils anderen Bereich teilweise mit abdecken.

Erstattungshöhe

Die Erstattungshöhe sollte mindestens 3.000 € betragen. Je höher, desto besser! Bei einer Erstattungshöhe von nur 1.000 € ist es sehr wahrscheinlich, dass der Versicherungsnehmer draufzahlt.

Jahreshöchstleistung

Auch hier sollte es nach Möglichkeit kein Limit geben. Ansonsten zahlt der Versicherungsnehmer alle Kosten, die die Jahreshöchstleistung der Versicherung überschreiten.

Selbstbeteiligung

Bei Tarifen mit geringer oder ganz ohne Selbstbeteiligung übernimmt die Versicherung einen hohen prozentualen Anteil der Kosten oder eben alles. Tarife mit voller Kostenübernahme ohne Selbstbeteiligung sind in der Regel teurer.

Abrechnung von Behandlungen im Notdienst

Wichtig ist es ebenfalls abzuchecken, wie es mit der Übernahme von Kosten in z. B. Notdienstsätzen der Tierärzte aussieht. Eine Erkrankung oder eine akut notwendige, vielleicht sogar lebensrettende OP richtet sich nicht nach der Uhrzeit. Im tierärztlichen Notdienst wird gern einmal der 3- oder 4-fache Satz berechnet, den manche Versicherung nicht einbezieht.

Abrechnung und Erstattungsfrist

Rechnet die Versicherung direkt mit dem Tierarzt ab oder mit dem Halter? Auch hier sollte genau hingeschaut werden.

In letzterem Fall muss der Halter die Kosten zunächst übernehmen und dann auf eine Rückzahlung durch die Versicherung warten. Eine angemessene Rückzahlungsfrist sollte im Vertrag genannt werden.

Tierarzt und dessen Therapiewahl

Beides sollte in jedem Fall frei wählbar sein.

Kosten für die Nachsorge bei einer OP

Die gewählte Versicherung sollte sich an den Kosten einer Nachsorge zumindest beteiligen und diese im besten Fall übernehmen.

Prophylaxen

Manche Versicherungen beteiligen sich mit einem festen Betrag an den Kosten prophylaktischer Behandlungen (z.B. Zahnreinigung, Impfungen usw.).

Sanfte Medizin

Es gibt Krankenversicherungen, die die Kosten für naturheilkundliche Behandlungen übernehmen, wenn diese von einem niedergelassenen Tierarzt durchgeführt werden. Es gelten entsprechende Leistungsvereinbarungen.

Versicherungsbedingungen / Beschränkungen / Ausschlüsse

Das „Kleingedruckte“ gibt in der Regel schnell Aufschluss darüber, ob die Versicherung individuell geeignet ist oder nicht.

Gerade rassetypische Erkrankungen werden gerne im „Kleingedruckten“ von vorneherein ausgeschlossen, z. B. ED (Ellenbogendysplasie), HD (Hüftdysplasie), gesundheitliche Probleme kurznasiger Hunde, Herzprobleme usw.

Auch auf mögliche Beitragserhöhungen im Anschluss an einen abgeschlossenen Fall, dessen Kosten übernommen wurden, altersbedingte Beitragsanpassungen oder gar eine automatische Kündigung ab einem bestimmten Alter des Tieres sollte geachtet werden.


Zusammenfassend lässt sich sagen:

Die Auswahl einer individuell passenden Tierkrankenversicherung ist nicht einfach und bindet bei einer ausführlichen Recherche viel Zeit. Es gibt also Portale, die diese Arbeit übernehmen. Wer eine effektive Versicherung für sein Tier haben möchte, muss auf hohe Erstattungen setzen und dementsprechend auch höhere Beiträge in Kauf nehmen.

Für eine Operation können schnell einmal 6.000 € für den Hund oder die Katze fällig werden. Da sind 50, 80 oder 100 € im Monat für eine passende Tierversicherung vielleicht das kleinere Übel, wenn man damit sein Familienmitglied im Notfall optimal versorgt weiß.

Quellen: unterschiedliche Anbieter von Tierkrankenversicherungen, www.dogtorance.de

Foto: privat


9 March 2025